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Aktuelles aus der Kirchgemeinde Wasen und Refbejuso

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Kolumne

Hauptsache frei…

Habegger war guter Dinge, als er an die Sonne trat und die Kirchentüre hinter sich ins Schloss zog. Alles war soweit fertig eingerichtet, die Konfirmation konnte kommen. Wenngleich halt nur in stark reduzierter Form, was die Zahl der Gäste betraf. Dennoch: Man hatte unterdessen gelernt, mit den sich rasch verändernden pandemiebedingten Regelungen zu leben. Was blieb einem auch anderes übrig.

Auf der Sitzbank vor der Kirche sass eine Frau, welche Habegger freundlich grüsste. Er grüsste zurück und es entwickelte sich ein kurzes Gespräch über Dies und Das. Das war zumindest Habeggers Plan. Denn er hatte sich noch einiges vorgenommen, das er gerne vor dem Mittagessen erledigen wollte. Die gute Frau jedoch, sie nannte ihren Namen nicht, spielte unvermittelt einen Pass in die Tiefe. Und zwar dergestalt, dass Habegger sich kaum elegant aus der Affäre hätte ziehen können, ohne als unhöflich gegolten zu haben.

Sie könne nicht verstehen, wieso sich aufgeklärte Menschen immer noch von rückständigen religiösen Vorstellungen und mittelalterlichen kirchlichen Machtstrukturen knechten liessen, meinte die Frau. Und er, sie zeigte dabei unverblümt mit dem Finger auf Habegger, sei als Pfarrer einer der treibenden Kräfte dieses Systems der Unterdrückung, welches sich seit jeher gegen jegliche Vernunft und Verstandeskraft stelle. Habegger musste sich etwas sortieren. Was soll man da antworten? Doch sein Gegenüber war gar nicht erpicht auf eine Stellungnahme. Die Frau fügte ohne Punkt und Komma weitere Kritikpunkte an und outete sich schliesslich als überzeugte Freidenkerin. Sie habe dem naiven Glauben an einen Gott schon von Kindesbeinen an abgeschworen und beobachte mit wachsender Sorge, über wie viele Privilegien die Kirchen noch immer verfügten. Gerade auch was die konfessionelle Seelsorge beträfe in Spitälern, Gefängnissen oder der Armee. Als würde die Kirche ein Monopol für die Seele besitzen. Dabei müsse es doch darum gehen, die Seele endlich von allen ideologischen Übergriffen zu befreien. So dass die Vernunft, und also der freie Wille, als einzige Richtschnur Wirkung erlangen könne.

Habegger nutzte ihre kleine Atempause und gab zu bedenken, dass ihr Anliegen auch nicht gänzlich ideologiefrei sei. Gerade die Rede vom vermeintlich freien Willen blende in der Regel aus, dass unser Wille kaum je frei sei. Niemand stehe unberührt wie ein weisses Blatt Papier im Leben. Wir hätten alle unsere manchmal bewussten, häufiger aber wohl unbewussten Prägungen und seien verstrickt in mannigfaltige Beziehungen und Verpflichtungen. Genauso wenig wie der freie Wille demnach wirklich frei sei, so werde beispielsweise auch der sogenannte Freitod nie ohne äusseren und inneren Zwänge und einfach so zum Thema. Daher wäre vielleicht auch die doch recht unbescheidene Selbstdeklaration als "Freidenker/in" ehrlicherweise zu hinterfragen.

Habegger versuchte dabei so ruhig und sachlich wie möglich zu bleiben. Er bedauerte, dass Religionskritik in der Gegenwart meistens mit kaum vorhandenem Hintergrundwissen geäussert wird und dachte mit Wehmut an seine Studentenzeit zurück, als er mit grossem Interesse und Erkenntnisgewinn die Werke Feuerbachs und Nietzsches verschlungen hatte. Die beiden schonten wahrlich nichts, was Christen heilig war und ist, aber immerhin verfügten sie über exakte Kenntnisse dessen, worauf sie ihre Kritik gründeten.

Denkender Glaube war Habegger ein grosses Anliegen, das er gerne und engagiert gerade auch gegenüber seiner Konfklasse vertrat. Mit denkendem Unglauben konnte er sich auch arrangieren. Da wusste man wenigstens, woran man war und konnte sich in wertschätzender Atmosphäre darüber austauschen. Ein jeglicher soll schliesslich nach seiner Fasson selig werden dürfen. Aber mit Etikettenschwindeleien jeglicher Couleur tat er sich immer schon schwer. Habegger unterstellte den Freidenkern nicht, dass sie nicht denken konnten. Sie mochten das durchaus tun, aber sicher nicht frei. Gerade umgekehrt verhielt es sich mit den sogenannten Querdenkern, wie sich auffallend oft Coronaleugner/innen selbst betiteln. Die liegen vor allem quer, haben es aber weniger mit dem Denken. Dieser Schluss legte sich Habegger zumindest nahe, wenn er in den Medien oder persönlichen Gesprächen den bizarren Argumentationsketten zu folgen versuchte, die da jeweils bemüht wurden.

Er musste offenbar etwas abgeschweift sein, hörte jedoch noch, wie die Frau auf der Sitzbank sich darüber echauffierte, dass er, Habegger, als Theologe, ja wohl kaum kompetent über Vernunft und Verstand referieren könne. Schliesslich sei Theologie als Wissenschaft nicht wirklich ernst zu nehmen, baue sie doch mit Gott auf einem unbeweisbaren Grundsatz auf, der sich einer evidenzbasierten, rationalen und kritischen Auseinandersetzung vollkommen entziehe.

Habegger mochte nicht auch noch dieses Fass auftun und liess den schiefen Wissenschaftsbegriff kommentarlos stehen. Er versuchte den Redefluss lieber in etwas weniger verminte Gefilde zu lenken und fragte daher höflich danach, welcher beruflichen Tätigkeit sie denn nachgehe. Sie sei Diplompsychologin, lautete die Antwort. Habegger konnte sich ein Lächeln auf den Stockzähnen nicht verkneifen. Denn Gott kann man in der Tat nicht beweisen, aber auch nicht widerlegen. Doch mit der Psyche, unserer Seele, verhält es sich ja nicht anders. Das heisst aber nicht, dass wir deren Bedürfnisse nicht trotzdem ernst nehmen sollten, oder? In aller Freiheit, versteht sich…

 

Herzliche Grüsse Pfarrer Matthias Zehnder

24.9.2021 refbejuso - Der Kommunikationsdienst verantwortet insbesondere die interne und externe Kommunikation, leitet und koordiniert Kommunikationsprojekte und engagiert sich in der Öffentlichkeits- sowie Medienarbeit. Die Leitung Kommunikationsdienst trägt die organisatorische, fachliche, personelle sowie finanzielle Verantwortung.

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27.9.2021 refbejuso - Die vom Synodalrat verfasste Botschaft zum Visionssonntag vom 7. November, ist erschienen. Jährlich steht ein Leitsatz der Vision «Von Gott bewegt - Den Menschen verpflichtet» im Zentrum. Beginnend mit dem Visionssonntag sind Kirchgemeinden dazu eingeladen, sich im Verlauf des Jahres vertiefter damit auseinanderzusetzen. 2022 ist der vierte Leitsatz «Die Einzelnen stärken - Gemeinschaft suchen» an der Reihe

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10.9.2021 refbejuso - Der Bundesrat hat am 8. September die Covid-Zertifikatspflicht ausgeweitet. Wie sich bereits aus den Konsultationsunterlagen ergeben hat, sind davon auch Gottesdienste, die in Innenräumen stattfinden, betroffen. Dank dem Einsatz der Evangelisch-reformierten Kirche Schweiz (EKS) und der Schweizer Bischofskonferenz gilt die Zertifikatspflicht für religiöse Veranstaltungen aber erst bei mehr als 50 Teilnehmenden, statt wie bei anderen Veranstaltungen bei 30 Teilnehmenden.

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8.9.2021 refbejuso - Zirka alle sieben Jahre tritt die Vollversammlung zusammen. Die Reformierten Kirchen Bern-Jura-Solothurn unterstützen die Beteiligung von Besuchenden aus der eigenen Kirche, seien dies Pfarrpersonen, Sozialdiakone,

Jugendarbeiterinnen, OeME-Beauftragte und interessierte Mitglieder der Kirchen. Zur Vorbereitung dieses Besuchs wird am 6. November 2021 die ökumenische Herbsttagung in Bern durchgeführt.

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6.9.21 refbejuso / EKS - Die Synode nahm die Ergebnisse der Untersuchung im Zusammenhang mit der Beschwerde rund um den ehemaligen Präsidenten zur Kenntnis. Die Delegierten beauftragten den Rat EKS und das Büro der Synode mit der Prüfung der Empfehlungen. Schliesslich überwies die Synode eine Resolution zu Afghanistan.

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30.8.2021 refbejuso - Am 28. August wurden im Berner Münster 31 Frauen und Männer für das katechetische bzw. sozialdiakonische Amt beauftragt. Pfarrer Ueli Burkhalter, der für die Beauftragungsfeier verantwortliche Synodalrat, überliess das Predigen seiner Synodalratskollegin Claudia Hubacher. Damit predigte erstmals eine Nichtpfarrerin.

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24.8.2021 refbejuso - Am 1. August trat Renate Grunder das Amt als Synodalrätin an. Sie ist Departementschefin des Bereichs Gemeindedienste und Bildung - ihr «Wunschdepartement», wie sie im neu veröffentlichten Video erzählt. Als Kirchgemeinderatspräsidentin habe sie «ihren» Bereich aus der Sicht der Basis kennengelernt.

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18.8.2021 refbejuso / HEKS - Am Montag ist die afghanische Hauptstadt Kabul von den Taliban erobert worden. HEKS setzt sich für geflüchtete Menschen aus Afghanistan in der Schweiz ein und fordert sichere Fluchtwege und einen erleichterten Familiennachzug für vorläufig Aufgenommene. Im Vordergrund ist die von verschiedenen Organisationen formulierte Bitte, dass afghanische Asylsuchende mit einem Negativentscheid eine vorläufige Aufnahme erhalten.

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16.8.2021 refbejuso - In der Pauluskirche in Bern wurden am 15. August zwei neue Prädikanten feierlich in ihren Dienst eingesetzt. Sie wurden damit vom Synodalrat der Reformierten Kirchen Bern-Jura-Solothurn ermächtigt, Gottesdienste zu gestalten.

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4.8.2021 refbejuso/EKS - Die Synode der Evangelisch-reformierten Kirche Schweiz, EKS, setzte im Juni 2020 eine nichtständige Untersuchungskommission mit dem Auftrag ein, einen Bericht zu den Vorfällen im Zusammenhang mit der Beschwerde rund um den ehemaligen Präsidenten vorzubereiten. Über den erarbeiteten Bericht und das weitere Vorgehen wird die Synode Anfang September befinden.

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Die Evangelisch-reformierte Kirche Schweiz hat sich bereits im Jahre 2019 zugunsten einer Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare auf zivilrechtlicher Ebene ausgesprochen. Diese Position hat sie anfangs Juli 2021 erneut bekräftigt. Mitte Oktober 2021 führt das Kirchenparlament der Reformierten Kirchen Bern-Jura-Solothurn eine Gesprächssynode durch, um sich u.a. darüber zu unterhalten, welche Auswirkungen die staatlichen Beschlüsse auf die kirchliche Trauung haben.

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26.5.2021 refbejuso - Renate Grunder aus Schwarzhäusern und Ursula Marti aus Bern sind am ersten Synodetag in den Synodalrat gewählt worden. Die Arbeit der zurücktretenden Synodalrätin Claudia Hubacher würdigte die Synode mit einem stehenden Applaus. Zudem wurde die Geschäftsordnung der Synode angepasst, um auf eine aussergewöhnliche Lage wie die aktuelle Pandemie mit einer rechtlichen Grundlage reagieren zu können.

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25.8.2021 refbejuso - Der Bundesrat hat den Kantonen neue Massnahmen zur Konsultation unterbreitet. Im Zentrum steht dabei die Ausdehnung der Zertifikatspflicht (u.a. auf Innenbereiche der Restaurants). Von den angepassten Regelungen wären auch Gottesdienste betroffen. Ohne Zertifikat wären diese auf maximal 30 Personen beschränkt.

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2.2.2021 refbejuso - Erste Hilfe ist eine sozialdiakonische Aufgabe, auch bei psychischen Problemen. Unter dem Motto «Anderen helfen, sich selber stärken» bietet der Bereich Sozial-Diakonie neu sogenannte ensa-Erste-Hilfe-Kurse an. Sie befähigen Amtsträgerinnen und Amtsträger, helfend auf Menschen in psychischen Krisen zuzugehen.

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22.01.2021 refbejuso - Wird kein Gottesdienst durchgeführt, kann auch keine Kollekte erhoben werden. Damit dennoch die Möglichkeit besteht, die gesamtkirchlichen Kollekten zu unterstützen, können diese ab sofort sicher und bequem online an die Reformierten Kirchen Bern-Jura-Solothurn überwiesen werden. Die Kirchgemeinden sind gebeten, ihre Mitglieder auf diese Möglichkeit und die Zahlungsverbindungen hinzuweisen.

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08.12.2020 refbejuso - Das Thema der geplanten Feier im Münster lautet «Klimagerechtigkeit und Menschenrechte». In der ökumenischen Feier zum Tag der Menschenrechte setzen die Organisierenden ein gegen den von Menschen verursachten Klimawandel. Sich einsetzen für Klimagerechtigkeit bedeutet, sich für Menschenrechte einzusetzen.

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5.12.2020 refbejuso - Der UNO-Tag der Freiwilligen am 5. Dezember ist ein jährlich abgehaltener Gedenk- und Aktionstag zur Anerkennung und Förderung ehrenamtlichen Engagements. Ziel ist, das freiwillige Engagement zu fördern und vor allem öffentlich zu anerkennen.

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19.11.2020 refbejuso - Kurz vor der Abstimmung über die Konzernverantwortungsinitiative werden deren Anliegen breit diskutiert. Dem Synodalrat ist es wichtig festzuhalten, dass in unserer vielfältigen Volkskirche verschiedene Meinungen Platz haben sollen. Sein Standpunkt zu den Anliegen der Initiative versteht sich als ein Beitrag zu dieser Diskussion.

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17.11.2020 refbejuso - An der virtuellen Synode vom 17. November wurde das Synodebüro neu gewählt. Neuer Synodepräsident ist der Rechtsanwalt und bisherige Vizepräsident Christian Cappis, neue Vizepräsidentin die Pfarrerin Sophie Kauz. Zudem wurden Einsparungen beim Budget 2021 genehmigt und für die nächsten vier Jahre ein nachhaltiges Sparprogramm beschlossen.

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3.11.2020 bfa/refbejuso - Die Synode der evangelisch-reformierten Kirche Schweiz, EKS, hat der Fusion von HEKS und Brot für alle zugestimmt und die Stiftungsstatuten für das zusammengeführte Werk verabschiedet.

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