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Aktuelles aus der Kirchgemeinde Wasen und Refbejuso

Vertiefungstag zum Enneagramm (Flyer)

Vorkenntnisse des Enneagramms sind von Vorteil, aber nicht Bedingung für den Besuch dieses Kurstages. 

Leitung: Marianne Vogel Kopp, Theologin aus Hondrich/Spiez

Begleitung: Pfarrer Matthias Zehnder, Wasen

Anmeldung bis 26. November 2020 bei Marianne Vogel Kopp, Tel. 033 654 70 18 oder 079 622 11 84, E-Mail: marianne.vogel(at)vogelkopp.ch

Kolumne

Licht senden in die Tiefe des menschlichen Herzens ist des Künstlers Beruf. Robert Schumann

Eigentlich würde sich Grunder selber als ziemlich musikaffin bezeichnen. Eigentlich. Denn im realen Leben war es viele Jahre komplizierter. Oder zumindest im gottesdienstlichen Rahmen seiner Tätigkeit als Pfarrer. Die Zusammenarbeit mit Jutta Pflüger, der Organistin, respektive der Kirchenmusikerin (wie sie selber Wert darauf legte, genannt zu werden), gestaltete sich bisweilen äusserst dornenvoll. Geistliche Musik war ihr erklärtes Programm. Und daran wurde nicht gerüttelt. Es konnte kommen, wer kommen mochte. Und es konnte passieren, was immer auch passieren mochte: Die musikalische Antwort erlaubte kaum je eine Alternative ausserhalb der Dreieinigkeit geistlichen Musikschaffens, die sich zusammensetzte aus den berühmten Komponisten Heinrich Schütz, Johann Sebastian Bach und Alessandro Scarlatti. Das waren die grossen Drei von Jutta Pflüger. Und sie spielte ihre Kantaten, Oratorien, geistlichen Gesänge, Konzerte und Psalmbearbeitungen mit entsprechender Hingabe.

Dagegen gab es nicht viel einzuwenden. Denn Jutta Pflüger war eine Meisterin ihres Fachs. Grunder hatte sich auch entsprechend gefreut auf die Zusammenarbeit mit ihr, als er vor Jahren in der Gemeinde sein Amt antrat. Er war überzeugt, dass die Musik Möglichkeiten und Wege zum menschlichen Herz findet, welche dem gesprochenen Wort nicht oder kaum zur Verfügung stehen. Umso schöner wäre es darum, wenn man gemeinsam biblische Texte, Predigt, Denk- und Blickrichtung der gesamten Liturgie mit den Zwischenspielen und Liedern abstimmen könnte. So dass sich Musik und Wort wie gegenseitig auslegen würden. Es war leider bei der Möglichkeitsform geblieben. Das war ein schmerzhafter Prozess, der erst mit der Demission von Jutta Pflüger als Kirchenmusikerin seinen Abschluss fand.

Unvergessen waren in all den Jahren die Gottesdienste und Beerdigungen, bei welchen sich Jutta Pflüger als diplomierte Kirchenmusikerin jegliche Vorgaben oder Wünsche seitens von Grunder verbat. Sie wisse selber mit theologischem Gespür und spielerischer Virtuosität kompetent auf die Worte des Pfarrers eine musikalische Antwort zu geben, liess sie jeweils kurzangebunden verlauten. So weit, so gut, könnte man denken. In Tat und Wahrheit war es jedoch für gewöhnlich so, dass Grunders froh- und freimachende Botschaft von der Orgel regelrecht in Schutt und Asche gelegt worden war. Je aufbauender und mutmachender von der Kanzel her die göttliche Gnade entfaltet wurde, desto düsterer und einschüchternder ertönte das Orgelspiel von der Empore hinunter. Erlaubte sich Grunder, das Gute und Schöne an Gottes Schöpfung darzulegen, konnte er sicher sein, dass in Bälde schauerliches Donnergrollen als Zwischenspiel der Orgel die Fensterscheiben (und die Herzen der Gottesdienstbesucherinnen und -besucher) erzittern lassen würde.

Auch an die Beerdigung von Summeregg Hänu dachte Grunder mit sehr gemischten Gefühlen zurück. Stellte er doch das Leben des dorfbekannten Originals und Schlitzohrs ganz bewusst in den Horizont der verzeihenden Liebe Gottes. Grunder war daher ziemlich irritiert, als Pflüger nach seiner Ansprache ausgerechnet die Bachkantate BWV 48 intonierte, die den Titel trägt: Ich elender Mensch, wer wird mich erlösen. Getoppt wurde dieses unrühmliche Ereignis nur durch den Hochzeitsgottesdienst einer ehemaligen Konfirmandin von Grunder, bei der (die geschiedene) Pflüger ihre offen gelebte Ablehnung der kirchlichen Trauungen wenig schmeichelhaft in die Bachkantate BWV 90 verpackte, die da heisst: Es reisset euch ein schrecklich Ende. Glücklicherweise kannte wohl niemand das in diesem Fall (Gott sei Dank!) rein instrumental vorgetragene Werk bei seinem Namen.

Das alles sei vergeben und vergessen, nahm sich Grunder vor. Denn nun stand mit der jungen Aline Chappatte eine auch in zeitgenössischer Musik (inkl. Jazz, Rock und Pop) bestens ausgebildete Multiinstrumentalistin als Nachfolgerin von Jutta Pflüger fest. Die Gemeinde durfte sich also auf abwechslungsreiche musikalische Intermezzi freuen. Dasselbe galt auch für Grunder. Dass die Freude nicht vergebens war, zeigte sich schon bald anlässlich der ersten gemeinsam zu gestaltenden Beerdigung. Der Verstorbene war ein glühender Anhänger der britischen Band „Queen“ gewesen. Und so nahm Chappatte den Ball mit Begeisterung auf und spielte sich in die Herzen der Trauergemeinde. Es fiel Grunder vielleicht auch darum umso leichter, das hoffnungsvolle Bild der vielen Wohnungen im Hause des Vaters (Joh. 14,2) als Wohnung für die Ewigkeit zu skizzieren. Als ein Ort also, wohin uns nicht nur Christus vorausgegangen ist, sondern überhaupt alle unsere lieben Verstorbenen. Grunder verbuchte die Ergriffenheit der Leute als direkte Folge seiner offenbar wohlgeratenen, tröstenden Deutung des ewigen Lebens und nahm entsprechend aufgeräumt Platz. Denn nun folgte das Zwischenspiel. Es war lange her, seit er sich das letzte Mal so richtig darauf freuen durfte, stellte Grunder fest. Gleichzeitig war er gespannt darauf, wie nun die Organistin seinen Ausblick in Richtung Ewigkeit musikalisch aufgreifen und vertiefen würde, als Aline Chappatte ausgerechnet mit dem „Queen“-Hit einsetzte: Who wants to live forever - oder auf deutsch: Wer will schon ewig leben?…

Herzliche Grüsse, Pfarrer Matthias Zehnder

7.8.2020 heks/refbejuso - Eine verheerende Explosion in Beirut verursachte eine noch nicht endgültig abschätzbare Katastrophe. Mindestens 135 Menschen haben ihr Leben verloren, 5'000 wurden verletzt und noch immer werden 100 Personen vermisst. 300'000 Menschen sind auf einen Schlag obdachlos geworden.

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14.8.2020 refbejuso - Am 13. August wurd die Petition «Für eine menschliche Schweizer Politik gegenüber Asylsuchenden aus Eritrea» der Bundeskanzlei übergeben. Die Petition wurde anlässlich zum Menschrechtstag vom 10. Dezember 2019 lanciert.

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15.7.2020 refbejuso - ​Am diesjährigen Flüchtlingstag haben Freiwillige schweizweit knapp 2500 handgeschriebene Briefe verfasst, um gegen das Sterben an den EU-Aussengrenzen zu protestieren. Dieses geht täglich weiter, trotz dem Bewusstsein in der Bevölkerung und der teilweise Bereitschaft von verschiedenen Städten, direkt Geflüchtete aufzunehmen.

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22.06.2020 refbejuso - Der Bereich Katechetik von Refbejuso steht unter neuer Leitung: Rahel Voirol und Patrick von Siebenthal bilden die neue Co-Bereichsleitung. Sie lösen Pia Moser ab, die per Ende Juni 2020 nach zehnjähriger Tätigkeit als Bereichsleiterin in Pension geht. Es ist das erste Mal, dass der Synodalrat eine Co-Bereichsleitung eingesetzt hat.

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18.6.2020 refbejuso/EKS - Die neue Stiftung «Hilfswerk der Evangelisch-reformierten Kirche Schweiz» wird offiziell am 1. Januar 2022 beginnen. Die Synode der Evangelisch-reformierten Kirche Schweiz, EKS, stimmte dem Grundsatz der Fusion zwischen HEKS und Brot für Alle, BfA, zu. Die Frage der kirchlichen Identität des neuen Werkes stand im Zentrum der Diskussion.

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16.6.2020 refbejuso/ref.ch - Seit Wochen wird in der reformierten Welt über die Rücktritte von Gottfried Locher und Sabine Brändlin aus dem Rat der Evangelisch-reformierten Kirche Schweiz spekuliert. Die erste Synode der EKS im Berner Kursaal war fast ganz der schlagzeilenträchtigen Demission zweier Exekutivmitglieder gewidmet.

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8.6.20 refbejuso - Ab dem 6. Juni sind Versammlungen mit bis zu 300 Personen erlaubt. Dies bedeutet, dass die Themenkonferenzen von kommenden Herbst wie angesagt durchgeführt werden können. Die Online-Anmeldung ist bis und mit 30. Juni möglich.

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27.5.2020 EKS/refbejuso - Der Rat der Evangelisch-reformierten Kirche Schweiz EKS informiert, dass ihr Präsident, Gottfried Locher, dem Synodepräsidenten schriftlich mitgeteilt hat, dass er aus seinem Amt ausscheide.

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3.4.20 refbejuso - Die diesjährige Ökumenische Kampagne findet nicht statt. Neben den Auswirkungen auf das kirchliche Leben vor Ort, sind die finanziellen Einbussen für die Werke Brot für alle und Fastenopfer enorm. Deshalb rufen wir die einzelnen Kirchgemeinden dazu auf, die Beiträge an Brot für alle in diesem ausserordentlichen Jahr markant zu erhöhen, um den ausbleibenden Ertrag von Verkäufen, Kollekten, Sammlungen und Spenden etwas zu kompensieren.

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17.3.20 refbejuso - Seit dem 16. März ist die Web-Plattform «Mobile Boten» online. Die Kirchgemeinden im Gebiet der Reformierten Kirchen Bern-Jura-Solothurn können ihre Kontaktdaten und Unterstützungsangebote auf der gemeinsamen Plattform veröffentlichen.

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18.9.2020 refbejuso - Die Reformierten Kirchen Bern-Jura-Solothurn haben ihre Hilfestellung aktualisiert. Die wesentlichste Anpassung bildet ein neues Ablaufschema (Anhang lit. a Ziff. 6, S. 35 ff.): Darin werden Massnahmen aufgelistet, sollte eine Mitarbeiterin, ein Mitarbeiter aus einem Risikogebiet einreisen oder Covid-Symptome aufweisen.

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21.2.20 refbejuso - Die Gesundheits-, Sozial- und Integrationsdirektion (GSI) des Kantons Bern hat den Entwurf der Verordnung über die Sozialhilfe im Asyl- und Flüchtlingsbereich (SAFV) in Vernehmlassung gegeben. Sie schlägt darin unter anderem eine Änderung der Sozialhilfeverordnung vor, die zur Folge hätte, dass vorläufig aufgenommene Personen, die nach 7 Jahren Aufenthalt in der Schweiz von der Kantons- in die Gemeindezuständigkeit wechseln, zukünftig statt 977 Franken pro Monat nur noch 382 Franken zur Verfügung hätten. Der Synodalrat der Reformierten Kirchen Bern-Jura-Solothurn lehnt diese Kürzung um über 60 Prozent ab.

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9.1.20 - Das Beschlussprotokoll der Wintersynode 2019 ist erschienen. Die Synode tagte vom 16. bis 18. Dezember im Grossratssaal im Rathaus Bern. Die Synode verabschiedete zudem die Resolution «Hilfe in Not ist kein Verbrechen», welche dem Bundesrat weitergeleitet wurde. Am ersten Synodetag konnten die Kirchenparlamentarier und -parlamentarierinnen die Türe mit den angenagelten Forderungen der jungen Erwachsenen, die sie anlässlich des «Zukunftstages» erarbeitet hatten, besichtigen.

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27.12.19 refbejuso - Der Synodalrat drückt seine Betroffenheit über den Brand der Kirche in Herzogenbuchsee aus.

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16.12.19 refbejuso - Die Session des Kirchenparlaments von Montag, 16. Dezember, stand ganz im Zeichen des Legislaturprogrammes, das den Titel «Die Vision leben!» trägt. Die Synode nahm zudem vom Leitbild Kenntnis und beschloss eine Gesprächssynode im Jahre 2021 mit dem Titel «Ehe und Trauung für alle – ein innerkirchlicher Diskurs».

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5.11.19 sek/refbejuso - Die Abgeordnetenversammlung AV des Schweizerischen Evangelischen Kirchenbundes SEK befürwortet die Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare auf zivilrechtlicher Ebene.

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28.10.19 refbejuso - Die Landeskirche ist dem kantonalen Datenschutz- und Infomrationsrecht unterstellt und muss der Öfffentlichkeit einen gewissen Informationszugang gewähren. Für Kirchgemeinden wird mit dem neuen Landeskirchengesetz der Datenzugang bei Schulen und Institutionen wie Gefängnissen oder Spitälern verbessert.

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23.9.19 refbejuso - Mit dem neuen Standpunkt will der Synodalrat die Gemeinden und die verschiedenen landeskirchlichen Instanzen dazu bewegen, die eigenen Handlungsmöglichkeiten auszuschöpfen. Damit die Lebensgrundlagen langfristig gesichert werden können, sei es unerlässlich, dass der Ruf nach mehr Klimaschutz über die jugendlichen Kreise hinaus Gehör finde.

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12.9.19 refbejuso - Durch die verheerenden Brände des tropischen Regenwaldes in Brasilien wurden die Lebensgrundlagen unzähliger Kleinbauernfamilien und indigener Gemeinschaften zerstört. Das unkontrolliert wütende Feuer verbrannte ihre Häuser, Tiere, Saatgut und Ernten. HEKS leistet deshalb in Zusammenarbeit mit seiner Partnerorganisation CESE Nothilfe für mehrere besonders schwer betroffene indigene Gemeinschaften und Kleinbauernfamilien.

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9.9.19 refbejuso - Der erste Sonntag im November soll zum Visionssonntag werden. Dieser Sonntag steht ganz im Zeichen der Kirche 21. Die Materialien für den 3. November sind nun online verfügbar.

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