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Aktuelles aus der Kirchgemeinde Wasen und Refbejuso

Kino in der Kirche

Die Einzelnen stärken - Gemeinschaft suchen

In den reformierten Kirchen Bern-Jura-Solothurn soll gemäss der Vision21 das ganze Leben gefeiert werden können mit all seinen Höhepunkten und Tiefpunkten. Sowohl Glückliche als auch Traurige sollen sich dabei verstanden fühlen. Ein besonderes Augenmerk aber gilt jenen, die durch alle Maschen zu fallen drohen.
In den drei ausgewählten Filmen werden jene ins Bild gesetzt, die zwar zu unserer Gesellschaft gehören und dennoch (zu) oft ausgeklammert sind. Einsame, kranke Menschen, Menschen mit einer Beeinträchtigung und solche, an die sich niemand erinnert, wenn sie denn gestorben sind.
Die Solidarität markiert dabei den roten Faden und zieht sich durch alle Filme hindurch. Sei es, indem sich die an AIDS erkrankte Martha der jungen Claudia annimmt und sie in ihre Familie aufnimmt. Oder indem der durch einen Unfall an den Rollstuhl gefesselte Valentin nicht einfach nur Mitleid ernten möchte, sondern für sich und seine ebenfalls beeinträchtigten Kumpels nach vollem Respekt verlangt. Oder indem sich John May als Beamter des Sozialamtes engagiert dafür einsetzt, dass das verbriefte Recht auf ein schickliches Begräbnis für alle auch dort zur Anwendung kommt, wo sich niemand um den Verstorbenen kümmern mag.
So unterschiedlich die Geschichten sind, so verschieden sich einzelne kraftvoll ins Zeug legen für andere, eines wird dabei deutlich: Solidarität ist weniger eine Sache von grossen Worten, sondern die Frucht von ganz konkreten Taten.


13.1.2022 „Der wundersame Katzenfisch" (Regie: Claude Sainte-Luce) MEX 2013
20.1.2022 „Vielen Dank für Nichts“ (Regie: Oliver Paulus) CH/D 2013
27.1.2022 „Mr. May und das Flüstern der Ewigkeit" (Regie: Uberto Pasolini) GB/I 2013

Inhaltsangaben


Jeweils um 19.30 Uhr in der Kirche Wasen
Eintritt frei, Kollekte zur Deckung der Unkosten
Auskunft: Matthias Zehnder, 034 437 15 69

Seniorenferien in Emmetten 2022

Gemeinsam geniessen - gemeinsam aktiv sein!

Im Herzen der Schweiz findet sich auf einer voralpinen Sonnenterasse der malerische Ort Emmetten/NW.

Details und Anmeldung für die Ferienwoche vom 20. bis 26. Juni 2022, zusammen mit den Kirchgemeinden Sumiswald und Wasen:

Seniorenferien 2022

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Kolumne

Hauptsache frei…

Habegger war guter Dinge, als er an die Sonne trat und die Kirchentüre hinter sich ins Schloss zog. Alles war soweit fertig eingerichtet, die Konfirmation konnte kommen. Wenngleich halt nur in stark reduzierter Form, was die Zahl der Gäste betraf. Dennoch: Man hatte unterdessen gelernt, mit den sich rasch verändernden pandemiebedingten Regelungen zu leben. Was blieb einem auch anderes übrig.

Auf der Sitzbank vor der Kirche sass eine Frau, welche Habegger freundlich grüsste. Er grüsste zurück und es entwickelte sich ein kurzes Gespräch über Dies und Das. Das war zumindest Habeggers Plan. Denn er hatte sich noch einiges vorgenommen, das er gerne vor dem Mittagessen erledigen wollte. Die gute Frau jedoch, sie nannte ihren Namen nicht, spielte unvermittelt einen Pass in die Tiefe. Und zwar dergestalt, dass Habegger sich kaum elegant aus der Affäre hätte ziehen können, ohne als unhöflich gegolten zu haben.

Sie könne nicht verstehen, wieso sich aufgeklärte Menschen immer noch von rückständigen religiösen Vorstellungen und mittelalterlichen kirchlichen Machtstrukturen knechten liessen, meinte die Frau. Und er, sie zeigte dabei unverblümt mit dem Finger auf Habegger, sei als Pfarrer einer der treibenden Kräfte dieses Systems der Unterdrückung, welches sich seit jeher gegen jegliche Vernunft und Verstandeskraft stelle. Habegger musste sich etwas sortieren. Was soll man da antworten? Doch sein Gegenüber war gar nicht erpicht auf eine Stellungnahme. Die Frau fügte ohne Punkt und Komma weitere Kritikpunkte an und outete sich schliesslich als überzeugte Freidenkerin. Sie habe dem naiven Glauben an einen Gott schon von Kindesbeinen an abgeschworen und beobachte mit wachsender Sorge, über wie viele Privilegien die Kirchen noch immer verfügten. Gerade auch was die konfessionelle Seelsorge beträfe in Spitälern, Gefängnissen oder der Armee. Als würde die Kirche ein Monopol für die Seele besitzen. Dabei müsse es doch darum gehen, die Seele endlich von allen ideologischen Übergriffen zu befreien. So dass die Vernunft, und also der freie Wille, als einzige Richtschnur Wirkung erlangen könne.

Habegger nutzte ihre kleine Atempause und gab zu bedenken, dass ihr Anliegen auch nicht gänzlich ideologiefrei sei. Gerade die Rede vom vermeintlich freien Willen blende in der Regel aus, dass unser Wille kaum je frei sei. Niemand stehe unberührt wie ein weisses Blatt Papier im Leben. Wir hätten alle unsere manchmal bewussten, häufiger aber wohl unbewussten Prägungen und seien verstrickt in mannigfaltige Beziehungen und Verpflichtungen. Genauso wenig wie der freie Wille demnach wirklich frei sei, so werde beispielsweise auch der sogenannte Freitod nie ohne äusseren und inneren Zwänge und einfach so zum Thema. Daher wäre vielleicht auch die doch recht unbescheidene Selbstdeklaration als "Freidenker/in" ehrlicherweise zu hinterfragen.

Habegger versuchte dabei so ruhig und sachlich wie möglich zu bleiben. Er bedauerte, dass Religionskritik in der Gegenwart meistens mit kaum vorhandenem Hintergrundwissen geäussert wird und dachte mit Wehmut an seine Studentenzeit zurück, als er mit grossem Interesse und Erkenntnisgewinn die Werke Feuerbachs und Nietzsches verschlungen hatte. Die beiden schonten wahrlich nichts, was Christen heilig war und ist, aber immerhin verfügten sie über exakte Kenntnisse dessen, worauf sie ihre Kritik gründeten.

Denkender Glaube war Habegger ein grosses Anliegen, das er gerne und engagiert gerade auch gegenüber seiner Konfklasse vertrat. Mit denkendem Unglauben konnte er sich auch arrangieren. Da wusste man wenigstens, woran man war und konnte sich in wertschätzender Atmosphäre darüber austauschen. Ein jeglicher soll schliesslich nach seiner Fasson selig werden dürfen. Aber mit Etikettenschwindeleien jeglicher Couleur tat er sich immer schon schwer. Habegger unterstellte den Freidenkern nicht, dass sie nicht denken konnten. Sie mochten das durchaus tun, aber sicher nicht frei. Gerade umgekehrt verhielt es sich mit den sogenannten Querdenkern, wie sich auffallend oft Coronaleugner/innen selbst betiteln. Die liegen vor allem quer, haben es aber weniger mit dem Denken. Dieser Schluss legte sich Habegger zumindest nahe, wenn er in den Medien oder persönlichen Gesprächen den bizarren Argumentationsketten zu folgen versuchte, die da jeweils bemüht wurden.

Er musste offenbar etwas abgeschweift sein, hörte jedoch noch, wie die Frau auf der Sitzbank sich darüber echauffierte, dass er, Habegger, als Theologe, ja wohl kaum kompetent über Vernunft und Verstand referieren könne. Schliesslich sei Theologie als Wissenschaft nicht wirklich ernst zu nehmen, baue sie doch mit Gott auf einem unbeweisbaren Grundsatz auf, der sich einer evidenzbasierten, rationalen und kritischen Auseinandersetzung vollkommen entziehe.

Habegger mochte nicht auch noch dieses Fass auftun und liess den schiefen Wissenschaftsbegriff kommentarlos stehen. Er versuchte den Redefluss lieber in etwas weniger verminte Gefilde zu lenken und fragte daher höflich danach, welcher beruflichen Tätigkeit sie denn nachgehe. Sie sei Diplompsychologin, lautete die Antwort. Habegger konnte sich ein Lächeln auf den Stockzähnen nicht verkneifen. Denn Gott kann man in der Tat nicht beweisen, aber auch nicht widerlegen. Doch mit der Psyche, unserer Seele, verhält es sich ja nicht anders. Das heisst aber nicht, dass wir deren Bedürfnisse nicht trotzdem ernst nehmen sollten, oder? In aller Freiheit, versteht sich…

 

Herzliche Grüsse Pfarrer Matthias Zehnder

17.1.2022 refbejuso - Mit dem Zusammenschluss per 1. Januar 2022 werden Synergien zwischen Entwicklungspolitik und Entwicklungszusammenarbeit genutzt und die Wirkung von Projekten im In- und Ausland gestärkt. Das neue Werk heisst Hilfswerk der Evangelisch-reformierten Kirche Schweiz (HEKS).

RefBEJUSO

18.1.2022 refbejuso - Die Kirchgemeinde Frieden sammelt bis Ende Januar Sachspenden für Menschen auf der Flucht, welche aktuell in Bosnien festsitzen. Interessierte können die benötigten Materialien von Dienstag bis Freitag von 10 bis 17 Uhr im Kirchgemeindehaus Steigerhubel, Steigerhubelstrasse 65, Bern, abgeben.

RefBEJUSO

11.1.2022 refbejuso - Der Sylvia-Michel-Preis fördert und unterstützt Projekte, die Frauen in reformierten Kirchen weltweit auf

Führungspositionen vorbereiten. Der mit 5000 US-Dollar dotierte Preis wird in der Regel alle zwei Jahre in Zusammenarbeit mit der Weltgemeinschaft Reformierter Kirchen (WGRK) vergeben. Die Jury besteht aus den Präsidentinnen und Vizepräsidentinnen reformierter Kirchen der Schweiz (PanKS) und dem Referenten der WGRK für Gerechtigkeit und Partnerschaft.

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19.1.2022 refbejuso - Der Bundesrat hat am 19. Januar beschlossen, dass grundsätzlich die im Dezember 2021 beschlossenen Massnahmen bis am 31. März 2022 verlängert werden, die Homeofficepflicht nur bis am 28. Februar 2022 verlängert wird.

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15.12.2021 refbejuso - Roland Stach gibt an der Wintersynode seine Demission aus dem Synodalrat per nächstem Sommer bekannt.

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15.12.2021 refbejuso - Das Unterrichtskonzept der kirchlichen Unterweisung ist nach drei Jahrzehnten reif für eine Weiterentwicklung. Daher wurde ein zukunftswürdiges Projekt ausgearbeitet. Die Synodalen erkennen am zweiten Tag der Wintersynode den Handlungsbedarf und unterstreichen die Projektfortsetzung mit deutlicher Zustimmung.

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14.12.2021 refbejuso - Erneut findet die Synode der Reformierten Kirchen Bern–Jura–Solothurn auf dem Messegelände von BERNEXPO statt. Während des ersten Synodetags wurde unter anderem der Verpflichtungskredit für einen neuen Webauftritt mit deutlichem Mehr angenommen. Weiter wurde die Finanzierung der Studienurlaube für Pfarrpersonen neu aufgegleist und in Vernehmlassung gegeben.

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29.11.2021 refbejuso - Die Fachstelle OeME der Reformierten Kirchen Bern-Jura-Solothurn und Kirche im Dialog der katholischen Kirche der Region Bern bieten mehrere Impulsveranstaltungen zur Ökumenischen Kampagne an. Im Januar 2022 stehen in Thun, Langenthal und Solothurn noch Impulsveranstaltungen auf dem Programm.

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26.10.2021 refbejuso - Die Wintersynode von 14. und 15. Dezember findet erneut im Tagungsraum der BERNEXPO statt. Die Geschäfte sind online verfügbar. Wegen der immer noch geltenden Massnahmen zur Eindämmung des Covid-19-Virus wird die Wintersynode unter Ausschluss von Zuschauenden abgehalten. Ein Audio-Stream auf der Startseite erlaubt es, dass Interessierte den Verhandlungen folgen können.

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27.9.2021 refbejuso - Die vom Synodalrat verfasste Botschaft zum Visionssonntag vom 7. November, ist erschienen. Jährlich steht ein Leitsatz der Vision «Von Gott bewegt - Den Menschen verpflichtet» im Zentrum. Beginnend mit dem Visionssonntag sind Kirchgemeinden dazu eingeladen, sich im Verlauf des Jahres vertiefter damit auseinanderzusetzen. 2022 ist der vierte Leitsatz «Die Einzelnen stärken - Gemeinschaft suchen» an der Reihe

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10.9.2021 refbejuso - Der Bundesrat hat am 8. September die Covid-Zertifikatspflicht ausgeweitet. Wie sich bereits aus den Konsultationsunterlagen ergeben hat, sind davon auch Gottesdienste, die in Innenräumen stattfinden, betroffen. Dank dem Einsatz der Evangelisch-reformierten Kirche Schweiz (EKS) und der Schweizer Bischofskonferenz gilt die Zertifikatspflicht für religiöse Veranstaltungen aber erst bei mehr als 50 Teilnehmenden, statt wie bei anderen Veranstaltungen bei 30 Teilnehmenden.

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8.9.2021 refbejuso - Zirka alle sieben Jahre tritt die Vollversammlung zusammen. Die Reformierten Kirchen Bern-Jura-Solothurn unterstützen die Beteiligung von Besuchenden aus der eigenen Kirche, seien dies Pfarrpersonen, Sozialdiakone,

Jugendarbeiterinnen, OeME-Beauftragte und interessierte Mitglieder der Kirchen. Zur Vorbereitung dieses Besuchs wird am 6. November 2021 die ökumenische Herbsttagung in Bern durchgeführt.

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6.9.21 refbejuso / EKS - Die Synode nahm die Ergebnisse der Untersuchung im Zusammenhang mit der Beschwerde rund um den ehemaligen Präsidenten zur Kenntnis. Die Delegierten beauftragten den Rat EKS und das Büro der Synode mit der Prüfung der Empfehlungen. Schliesslich überwies die Synode eine Resolution zu Afghanistan.

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30.8.2021 refbejuso - Am 28. August wurden im Berner Münster 31 Frauen und Männer für das katechetische bzw. sozialdiakonische Amt beauftragt. Pfarrer Ueli Burkhalter, der für die Beauftragungsfeier verantwortliche Synodalrat, überliess das Predigen seiner Synodalratskollegin Claudia Hubacher. Damit predigte erstmals eine Nichtpfarrerin.

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24.8.2021 refbejuso - Am 1. August trat Renate Grunder das Amt als Synodalrätin an. Sie ist Departementschefin des Bereichs Gemeindedienste und Bildung - ihr «Wunschdepartement», wie sie im neu veröffentlichten Video erzählt. Als Kirchgemeinderatspräsidentin habe sie «ihren» Bereich aus der Sicht der Basis kennengelernt.

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18.8.2021 refbejuso / HEKS - Am Montag ist die afghanische Hauptstadt Kabul von den Taliban erobert worden. HEKS setzt sich für geflüchtete Menschen aus Afghanistan in der Schweiz ein und fordert sichere Fluchtwege und einen erleichterten Familiennachzug für vorläufig Aufgenommene. Im Vordergrund ist die von verschiedenen Organisationen formulierte Bitte, dass afghanische Asylsuchende mit einem Negativentscheid eine vorläufige Aufnahme erhalten.

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16.8.2021 refbejuso - In der Pauluskirche in Bern wurden am 15. August zwei neue Prädikanten feierlich in ihren Dienst eingesetzt. Sie wurden damit vom Synodalrat der Reformierten Kirchen Bern-Jura-Solothurn ermächtigt, Gottesdienste zu gestalten.

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4.8.2021 refbejuso/EKS - Die Synode der Evangelisch-reformierten Kirche Schweiz, EKS, setzte im Juni 2020 eine nichtständige Untersuchungskommission mit dem Auftrag ein, einen Bericht zu den Vorfällen im Zusammenhang mit der Beschwerde rund um den ehemaligen Präsidenten vorzubereiten. Über den erarbeiteten Bericht und das weitere Vorgehen wird die Synode Anfang September befinden.

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Die Evangelisch-reformierte Kirche Schweiz hat sich bereits im Jahre 2019 zugunsten einer Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare auf zivilrechtlicher Ebene ausgesprochen. Diese Position hat sie anfangs Juli 2021 erneut bekräftigt. Mitte Oktober 2021 führt das Kirchenparlament der Reformierten Kirchen Bern-Jura-Solothurn eine Gesprächssynode durch, um sich u.a. darüber zu unterhalten, welche Auswirkungen die staatlichen Beschlüsse auf die kirchliche Trauung haben.

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26.5.2021 refbejuso - Renate Grunder aus Schwarzhäusern und Ursula Marti aus Bern sind am ersten Synodetag in den Synodalrat gewählt worden. Die Arbeit der zurücktretenden Synodalrätin Claudia Hubacher würdigte die Synode mit einem stehenden Applaus. Zudem wurde die Geschäftsordnung der Synode angepasst, um auf eine aussergewöhnliche Lage wie die aktuelle Pandemie mit einer rechtlichen Grundlage reagieren zu können.

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Resultat(e) 1 bis 20 von 21

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