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Aktuelles aus der Kirchgemeinde Wasen und Refbejuso

Kirchgemeindeversammlung Verschiebedatum

Die Kirchgemeindeversammlung findet voraussichtlich am Montag, 29. Juni 2020 um 20.00 Uhr in der Kirche statt.

Traktanden:

1. Rechnung 2019

2. Orientierung Kirchenrenovation

3. Verschiedenes

Alle Stimmberechtigten der Kirchgemeinde sind herzlich zur Versammlung eingeladen.

Kolumne Ostern 11. April 2020

Hoffnung wider alle Hoffnung

Nun musste Egger selbst ran. Fiechter stand unter Quarantäne und die junge Kollegin Baumgartner machte Familienpflichten geltend. Das Corona-Virus hatte die letzten Tage und Wochen massiv verändert. Was für eine Passionszeit. Steht doch das lateinische Wort "Passion" vor allem für "Leiden, Erdulden oder Krankheit". Und geht damit weit über das hinaus, was wir für gewöhnlich mit der österlichen Fastenzeit in Verbindung bringen. Wir haben in der Tat allerlei zu Fasten. Am schwierigsten fällt ganz sicher der Verzicht auf die sozialen Kontakte. Die so selbstverständliche zwischenmenschliche Nähe muss ebenfalls heruntergefahren werden wie das Geschäftsleben. Und das Leben in der Kirchgemeinde. "Social Distancing" heisst die Losung. Wo es sonst doch eher darum geht, die sozialen Distanzen zu verkürzen. Egger konnte sich nicht erinnern, dass er als Pfarrer je eine Karwoche zu bestreiten gehabt hätte ohne eine einzige gottesdienstliche Feier. Das nennt man dann wohl höhere Gewalt. Und höhere Gewalten gehören ja ureigentlich zu seinem Metier, sozusagen. Doch diese hier teilt sich weder in Wort noch Geist mit. Sie beschert einem körperliches Leid und führt viel zu oft zum Tod, als dass sie als harmlos bezeichnet werden dürfte. Das macht Angst. Denn schliesslich steht hinter jeder Zahl dieser täglich aufdatierten morbiden Buchhaltung ein Menschenleben. Und dahinter weitere Menschen, die einen herben Verlust zu beklagen haben.

Egger hatte mit einem sonderbaren Gefühl die Aktivitäten registriert, die in vielen Kirchgemeinden - quasi online - regelrecht aus dem Boden gestampft worden sind. Die Predigt im Livestream, die Kurzandacht als Podcast, der Unterricht als Videotutorial. Und viele Links auf den Homepages, die zumindest virtuell geistliche Begleitung versprachen. Nun, Angst um das Swisscom-Datennetz musste man wahrscheinlich nicht haben. Die Klicks dürften sich zahlenmässig im überschaubaren Bereich bewegt haben. Wie andererseits der Gottesdienstbesuch am Sonntag zu analogen Zeiten vor dem Virus auch. Schon klar. Umso mehr drängte sich ihm die Frage auf, ob man da auf das richtige Pferd gesetzt hatte in all diesem Tun. War es das, was die Leute zuhause tatsächlich nötig hatten?

Besondere Zeiten verlangen nach besonderen Massnahmen. Egger hatte jüngst in seinen Streifzügen durch theologische Fachzeitschriften einen Satz gelesen, der ihn ihm nachhallte. Ja, er hatte tatsächlich wieder etwas Zeit für Lektüre. Wie sehr hatte er sich doch immer danach gesehnt, mal wieder ein wenig mehr Musse zum Lesen zu haben. Entschleunigung - hier war sie. Der besagte Satz lautete sinngemäss so: Dass nämlich Ostern die Gelegenheit dafür sein könnte, dorthin zu schauen, wo man - als Einzelne/r, als Gemeinschaft - selten hinsieht. Geschrieben noch lange vor dem Corona-Virus. Und dennoch nicht unpassend, fand Egger. Diese besondere Fasten- oder Passionszeit zwingt einen doch gerade dazu.

Was können wir also sehen? Relativ verletzliche Geschöpfe, die von einem für unser Auge unsichtbaren Virus empfindlich in die Knie gezwungen werden. Und ziemlich verunsichert Abstand halten müssen von mannigfaltigsten Beschäftigungen und Gewohnheiten. Das entspricht ganz und gar nicht unserem so gern gepflegten Selbstbild, das uns doch häufig ganz oben - gottgleich - an der Spitze der Nahrungskette ansiedelt. Dem Klima ist das übrigens egal. Das sagt sogar danke. Wir sehen die Grenzen und Abgründe, die hinter der Idee eines entfesselten, maximal globalisierten Kapitalismus liegen. Billige Grenzgänger, billige Ware aus China und eine möglichst nahe an die Null zu drückende Staatsquote sind vielleicht doch nicht das Wahre. Wir haben zudem den für uns in der nördlichen Hemisphäre nicht für möglich gehaltenen Umstand zu verdauen, dass wir alle an Leib und Leben bedroht sind. Und die Medizin uns nur sehr begrenzt helfen kann. Für die Menschen in Zentralafrika bis dato - Stichwort Ebola (mit einer gemäss WHO 30- bis 90prozentigen Mortalitätsrate aller Infizierten weitaus gefährlicher) - ein leider durchaus vertrauter Zustand.

Eggers Liste der düsteren Ecken, die wir so gerne umschiffen, liesse sich problemlos verlängern. Egger selber erinnerte sich daran, dass ja auch beim Evangelisten Markus ursprünglich die Ostergeschichte mit der Entdeckung des leeren Grabes durch die Frauen und den Worten endete: Denn sie fürchteten sich. Und darum niemandem etwas davon erzählten. Angst, Schrecken, Verunsicherung, sogar der Tod und mit ihm viel Trauer - wo immer man hinschaut. Das ist heute ganz besonders so. Das war offenbar zur Zeit von Jesu Christi Tod und Auferstehung nicht anders. Wie soll nun daraus eine hoffnungsvolle Osterbotschaft entspringen? Wie in aller Welt soll für diese 2minütige Radiosequenz, die Egger für seinen mutmasslich erkrankten Kollegen Fiechter zu produzieren hatte, die im Ostergeschehen so kraftvoll vorhandene Hoffnung wider alle Hoffnung entfaltet werden? Egger verlor sich in diesen und ähnlichen Untiefen. Als die Türe zum Studierzimmer aufflog. Und Emma, seine 3jährige Enkelin, ihm das von ihr selber kunstvoll verzierte Osterei voller Stolz in die Hand legte. Dieses Lachen, diese Lebensfreude. Und Egger fühlte in diesem Augenblick ganz deutlich, dass das Leben immer stärker ist als der Tod.

Oder wie Hilde Domin ihr Gedicht "Die schwersten Wege" enden liess:

Nimm eine Kerze in die Hand

wie in den Katakomben,

das kleine Licht atmet kaum.

Und doch, wenn du lange gegangen bist,

bleibt das Wunder nicht aus,

weil das Wunder immer geschieht,

und weil wir ohne die Gnade

nicht leben können:

die Kerze wird hell vom freien Atem des Tags,

du bläst sie lächelnd aus

wenn du in die Sonne trittst

und unter den blühenden Gärten

die Stadt vor dir liegt,

und in deinem Hause

dir der Tisch weiß gedeckt ist.

Und die verlierbaren Lebenden

und die unverlierbaren Toten

dir das Brot brechen und den Wein reichen -

und du ihre Stimmen wieder hörst

ganz nahe bei deinem Herzen.

Das Wunder geschieht immer. Wir wissen vielleicht nicht wie und wann genau. Aber wir können es - hoffentlich - fühlen. Das bedeutet Ostern.

Pfr. Matthias Zehnder

Grüessech mitenang!

Mein Name ist Carmen Stalder und ich werde in den nächsten 18 Monaten mein Vikariat, die praktische Ausbildung zur Pfarrerin, in Ihrer Kirchgemeinde absolvieren. Von «änet der Lüderen» komme ich her. Mit meinem Mann, unseren zwei Buben und ein paar Tieren wohne ich im Hühnerbach bei Langnau. In der Freizeit bin ich am liebsten draussen in der Natur unterwegs – sei es zu Fuss, mit dem Bike oder auch mal auf den Tourenskis. Das Theologiestudium absolvierte ich an der Universität Bern. Es waren lange und intensive, aber auch lehrreiche und horizonterweiternde Ausbildungsjahre, die mich zum Entschluss führten: Ja, ich möchte es versuchen mit dem Pfarrberuf. Im Rahmen des Vikariats werde ich nun die Gelegenheit haben unter der kundigen Anleitung von Matthias Zehnder die ersten Schritte in der Praxis zu wagen, auszuprobieren, Fragen zu stellen und ab und zu auch stolpern zu dürfen. Ich freue mich sehr, Sie im Verlauf dieser Zeit kennen zu lernen.

Uf Widerluege!

22.06.2020 refbejuso - Der Bereich Katechetik von Refbejuso steht unter neuer Leitung: Rahel Voirol und Patrick von Siebenthal bilden die neue Co-Bereichsleitung. Sie lösen Pia Moser ab, die per Ende Juni 2020 nach zehnjähriger Tätigkeit als Bereichsleiterin in Pension geht. Es ist das erste Mal, dass der Synodalrat eine Co-Bereichsleitung eingesetzt hat.

RefBEJUSO

18.6.2020 refbejuso/EKS - Die neue Stiftung «Hilfswerk der Evangelisch-reformierten Kirche Schweiz» wird offiziell am 1. Januar 2022 beginnen. Die Synode der Evangelisch-reformierten Kirche Schweiz, EKS, stimmte dem Grundsatz der Fusion zwischen HEKS und Brot für Alle, BfA, zu. Die Frage der kirchlichen Identität des neuen Werkes stand im Zentrum der Diskussion.

RefBEJUSO

16.6.2020 refbejuso/ref.ch - Seit Wochen wird in der reformierten Welt über die Rücktritte von Gottfried Locher und Sabine Brändlin aus dem Rat der Evangelisch-reformierten Kirche Schweiz spekuliert. Die erste Synode der EKS im Berner Kursaal war fast ganz der schlagzeilenträchtigen Demission zweier Exekutivmitglieder gewidmet.

RefBEJUSO

8.6.20 refbejuso - Ab dem 6. Juni sind Versammlungen mit bis zu 300 Personen erlaubt. Dies bedeutet, dass die Themenkonferenzen von kommenden Herbst wie angesagt durchgeführt werden können. Die Online-Anmeldung ist bis und mit 30. Juni möglich.

RefBEJUSO

27.5.2020 EKS/refbejuso - Der Rat der Evangelisch-reformierten Kirche Schweiz EKS informiert, dass ihr Präsident, Gottfried Locher, dem Synodepräsidenten schriftlich mitgeteilt hat, dass er aus seinem Amt ausscheide.

RefBEJUSO

3.4.20 refbejuso - Die diesjährige Ökumenische Kampagne findet nicht statt. Neben den Auswirkungen auf das kirchliche Leben vor Ort, sind die finanziellen Einbussen für die Werke Brot für alle und Fastenopfer enorm. Deshalb rufen wir die einzelnen Kirchgemeinden dazu auf, die Beiträge an Brot für alle in diesem ausserordentlichen Jahr markant zu erhöhen, um den ausbleibenden Ertrag von Verkäufen, Kollekten, Sammlungen und Spenden etwas zu kompensieren.

RefBEJUSO

17.3.20 refbejuso - Seit dem 16. März ist die Web-Plattform «Mobile Boten» online. Die Kirchgemeinden im Gebiet der Reformierten Kirchen Bern-Jura-Solothurn können ihre Kontaktdaten und Unterstützungsangebote auf der gemeinsamen Plattform veröffentlichen.

RefBEJUSO

23.6.2020 refbejuso - Seit Montag, 22. Juni sind weitere Lockerungen in Kraft. Der Bundesrat setzt verstärkt auf eigenverantwortliches Handeln. Veranstatlungen und Versammlungen mit bis zu 1000 Personen sind wieder erlaubt. Die körperliche Mindestdistanz beträgt neu nur noch 1.5 Meter und bei Veranstaltungen mit festen Sitzplätzen reicht es, jeweils einen Sitz leer zu lassen.

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21.2.20 refbejuso - Die Gesundheits-, Sozial- und Integrationsdirektion (GSI) des Kantons Bern hat den Entwurf der Verordnung über die Sozialhilfe im Asyl- und Flüchtlingsbereich (SAFV) in Vernehmlassung gegeben. Sie schlägt darin unter anderem eine Änderung der Sozialhilfeverordnung vor, die zur Folge hätte, dass vorläufig aufgenommene Personen, die nach 7 Jahren Aufenthalt in der Schweiz von der Kantons- in die Gemeindezuständigkeit wechseln, zukünftig statt 977 Franken pro Monat nur noch 382 Franken zur Verfügung hätten. Der Synodalrat der Reformierten Kirchen Bern-Jura-Solothurn lehnt diese Kürzung um über 60 Prozent ab.

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9.1.20 - Das Beschlussprotokoll der Wintersynode 2019 ist erschienen. Die Synode tagte vom 16. bis 18. Dezember im Grossratssaal im Rathaus Bern. Die Synode verabschiedete zudem die Resolution «Hilfe in Not ist kein Verbrechen», welche dem Bundesrat weitergeleitet wurde. Am ersten Synodetag konnten die Kirchenparlamentarier und -parlamentarierinnen die Türe mit den angenagelten Forderungen der jungen Erwachsenen, die sie anlässlich des «Zukunftstages» erarbeitet hatten, besichtigen.

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27.12.19 refbejuso - Der Synodalrat drückt seine Betroffenheit über den Brand der Kirche in Herzogenbuchsee aus.

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5.11.19 sek/refbejuso - Die Abgeordnetenversammlung AV des Schweizerischen Evangelischen Kirchenbundes SEK befürwortet die Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare auf zivilrechtlicher Ebene.

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28.10.19 refbejuso - Die Landeskirche ist dem kantonalen Datenschutz- und Infomrationsrecht unterstellt und muss der Öfffentlichkeit einen gewissen Informationszugang gewähren. Für Kirchgemeinden wird mit dem neuen Landeskirchengesetz der Datenzugang bei Schulen und Institutionen wie Gefängnissen oder Spitälern verbessert.

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23.9.19 refbejuso - Mit dem neuen Standpunkt will der Synodalrat die Gemeinden und die verschiedenen landeskirchlichen Instanzen dazu bewegen, die eigenen Handlungsmöglichkeiten auszuschöpfen. Damit die Lebensgrundlagen langfristig gesichert werden können, sei es unerlässlich, dass der Ruf nach mehr Klimaschutz über die jugendlichen Kreise hinaus Gehör finde.

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12.9.19 refbejuso - Durch die verheerenden Brände des tropischen Regenwaldes in Brasilien wurden die Lebensgrundlagen unzähliger Kleinbauernfamilien und indigener Gemeinschaften zerstört. Das unkontrolliert wütende Feuer verbrannte ihre Häuser, Tiere, Saatgut und Ernten. HEKS leistet deshalb in Zusammenarbeit mit seiner Partnerorganisation CESE Nothilfe für mehrere besonders schwer betroffene indigene Gemeinschaften und Kleinbauernfamilien.

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9.9.19 refbejuso - Der erste Sonntag im November soll zum Visionssonntag werden. Dieser Sonntag steht ganz im Zeichen der Kirche 21. Die Materialien für den 3. November sind nun online verfügbar.

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refbejuso - Die Schweizerische Bibelgesellschaft lädt anlässlich des diesjährigen Bibelsonntags am 25. August 2019 zur Taufe durch Philippus (Apg 8,26-40) ein und zum Thema «Das Wort, das Zugang verschafft». Die Bibelsonntags-Kollekte und Spenden sind bestimmt für die Schweizerische Bibelgesellschaft.

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21.5.19 - Refbejuso. Am zweiten Tag der Sommersynode der Reformierten Kirchen Bern-Jura-Solothurn wurde die Totalrevision des Reglements über den gesamtkirchlichen Finanzhaushalt beschlossen. Dies verleiht dem Synodalrat mehr Handlungsspielraum bei Finanzgeschäften. Die Synode nahm zudem Kenntnis von dem Bericht «Die Kirche als soziale Arbeitgeberin von Mitarbeitenden mit Handicap».

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19.5.19 refbejuso - Die Stimmberechtigten des Kantons Bern haben die Teilrevision des Sozialhilfegesetzes mit 52,6 Prozent der Stimmen abgelehnt. Der Volksvorschlag wurde mit 56 Prozent der Stimmen verworfen. Somit erfährt das Sozialhilfegesetz des Kantons Bern keine Änderungen und bleibt unverändert gültig.

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18.4.19 refbejuso - Die Unterlagen der Sommersynode 2019, die am Montag, 20. Mai und Dienstag, 21. Mai im Berner Grossratssaal im Rathaus Bern stattfinden wird, sind online abrufbar. Die Verhandlungen der Synode sind öffentlich und können von der Zuschauertribüne aus mitverfolgt werden.

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